:: 3. INTERNATIONALE MOTORRADTOUR  |  24.05.2002


Am 24. Mai 2002 fand die inzwischen traditionell ausgerichtet  Internationale Motorradtour der IPA - Verbindungsstelle Bitburg - Prüm statt. 175 Teilnehmer fuhren mit 150 Zweirädern eine Rundfahrt durch Deutschland und Luxemburg. Sie legten 270 Kilometer zurück.

Es ist Freitag, 24. Mai 2002. Gestern regnete es stark, heute morgen liegen Nebelschwaden über den Eifelhöhen, aber es ist trocken. Auf dem Weg in die Bierstadt sind Motorradfreunde aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Würtemberg, dem Saarland und Luxemburg. Allesamt sind sie Angehörige von Polizei, BGS, Zoll, DRK, Feuerwehr, der amerikanischen Security Police. Auch einige Mitarbeiter von Verbandsgemeindeverwaltungen fahren mit. Mit den Ordnungshütern auf Tuchfühlung ist auch diesmal Michael Billen, Landtagsabgeordneter und leidenschaftlicher Motorradfahrer.

Es ist alles vorbereitet. Verbindungsstellenleiter Harry Weber hat die Motorradtour mit seinem Team organisiert. Gegen halb neun füllt sich der Parkraum an der Polizeiinspektion in der Erdorfer Straße immer mehr. Bevor es auf die  Reise geht, stärken sich die Fahrer mit einem zünftigen Biker-Frühstück. Polizeirat Friedel Jäger begrüßt als Leiter PI Bitburg die Teilnehmer. Für die Verständigung untereinander, insbesondere unter dem Ausblick auf die künftige, immer enger werdende Zusammenarbeit der europäischen Polizeien, bezeichnet Jäger die international ausgeschriebene Veranstaltung als sehr förderlich.

Dann werden die Blaulichter an den Dienstkrädern aktiviert. Ein eingespieltes Team von Beamten begleitet die Rundfahrt. Unterstützt werden die deutschen Beamten von vier luxemburgischen Kollegen, die auf ihren rot lackierten Maschinen ungewohnt in deutschen Straßen erscheinen. Die erste Etappe führt über Klausen und Piesport bis ins Moseltal. In Klüsserath wird eine kurze Pause eingelegt, bevor es über den Feller Berg und Waldrach nach Trier geht. Dort findet am Sitz des Polizeipräsidiums ein Empfang durch Leitenden Polizeidirektor Wolfgang Fromm statt. Auch dieser Polizeiführer kann der internationalen Begegnung positives abgewinnen. „Das ist die Zusammenarbeit, die uns für zukünftige gemeinsame Aufgabenbewältigung vorbereiten hilft“, formuliert Fromm.

Von Trier aus führt der lange Tross über Wasserbillig und Remich bis nach Schengen. Jäger erläutert dort an historischer Stelle polizeirelevante  Zusammenhänge bezüglich des Schengener Abkommens. Über wunderschöne Alleenstraßen bewegt sich die lange Schlange der Zweiräder durch das schöne Luxemburger Land. Bous, Niederanven, Müllertal heißen die Stationen. Auch hier bleiben die Menschen an den Straßenrändern stehen und genießen die ungewöhnlich lange Vorbeifahrt der Motorräder. In Echternach ein weiterer Stopp. Erwartet werden die IPA-Freunde vom langjährigen  internationaler Präsident der IPA und heutigem Leiter der Polizei Echternach, Armant Jaminet. Gemeinsam gehen die Besucher ins Rathaus der Stadt. Hier haben freundliche Damen einen Begrüßungstrunk bereit gestellt. Bürgermeister Jos Scheuer heißt die Gäste herzlich willkommen und merkt an: „Ich habe noch nie so viele Motorräder so leise in Echternach einfahren sehen“, scherzte das Stadtoberhaupt.

Die letzte Etappe führt zurück zum Ausgangspunkt nach Bitburg. Im Gasthaus Sonnenhof warten bereits weitere Helfer mit Speis und Trank. Etwas müde aber glücklich ob der gelungenen Motorradtour kehren die Biker ein. Der Abend wird lang und amüsant. Die von weit angereisten übernachten hier. Am Ende herrscht Einigkeit. „Eine gelungene Veranstaltung. Der Zeitplan konnte eingehalten werden, alles ist ohne Zwischenfälle abgelaufen. Das ist bei einer solchen Größenordnung nicht unbedingt selbstverständlich“, stellt Weber fest, der damit auf die hervorragende Disziplin der Teilnehmer anspielt. Gleichzeitig stellt er fest, das mit dieser Anzahl von Zweirädern aber auch die Grenze des Machbaren aufgezeigt ist.

  • Fotoalbum der Motorradtour 2005

Zurück zur Startseite